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Hinein ins Hochmoor: Das hohe Venn

Das älteste Naturschutzgebiet der Wallonie und auch eines der schönsten – das Hochmoor Hohes Venn beheimatet einige der letzten Wildnis-Areale Europas und das inmitten des Städtevierecks Eupen, Monschau, Malmedy und Spa.

Es erstreckt sich auf über 600 Quadratkilometer über den Nordosten Belgiens bis nach Deutschland. Dort wird das Hohe Venn Teil des Naturparks Eifel.  

Magischer Anziehungspunkt für Gäste im Ferienhaus in Belgien und Wanderer ist dabei das Signal de Botrange, das Dach Belgiens und höchster Punkt des Landes. Auf 694 Metern Höhe entstand in den 30er Jahren ein 24 Meter hoher Aussichtsturm, von dem aus man einen eindrucksvollen Blick über das Hohe Venn erhaschen kann. Ganz in der Nähe befindet sich auch der „Butte Baltia“, eine künstlich angelegte  Erhebung, die über eine Treppe zu erreichen ist. Dies ist der einzige Punkt Belgiens, der die 700- Meter-Marke übersteigt. Der Butte Baltia wurde nach dem Generalleutnant Baron Herman Baltia  benannt, seines Zeichens bis 1925 Hochkommissar und General-Gouverneur der Ostkantone.

Das Hohe Venn ist durchzogen von Wanderwegen und die für Moore typischen Holzpfade. Dank  der flachen Beschaffenheit der Strecken ist das Hohe Venn ein idealer Wanderort für die ganze  Familie. Naturliebhaber und Outdoorfreunde, die es in die Wallonie zieht, sollten also in jedem Fall  in Erwägung ziehen, ein Ferienhaus in der Nähe des Naturparks zu mieten! 

Flora und Fauna 

Der Rückgang von Moorlandschaften in Europa und der ganzen Welt hat unter anderem dazu geführt, dass viele Tier- und Pflanzenarten selten geworden sind. Hier, im Hohen Venn, sind einige davon noch heimisch.  

Kein Lebensraum nimmt mehr Kohlenstoff auf als das Moor. Nur etwa drei Prozent der Erde sind mit Mooren bedeckt – dennoch speichern diese doppelt soviel Kohlenstoff wie sämtliche Wälder der Erde zusammen. Durch die Torfgewinnung für die Landwirtschaft sind intakte Moore jedoch  immer weiter auf dem Rückzug; einer von vielen Aspekten, welche Umwelt und Klima seit Jahrzehnten negativ beeinflussen.  

In einem intakten Hochmoor finden Sie vor allem eins: Moos. Moos ist anspruchslos, braucht so gut wie keine Nährstoffe und liebt es feucht. Es kann das Dreifache seines Gewichts an Wasser  speichern, was sein Überleben in Trockenperioden sichert. Zusammen mit der über Jahrhunderte entstandenen Torfschicht darunter, hält das Moos das nötige Wasser im Moor, gibt es langsam wieder ab und sorgt damit für ausgeglichene Feuchtigkeitsverhältnisse. Zu dem riesigen Moosteppich gesellen sich noch verschiedene Gräser und Stauden, die je nach Jahreszeit der gesamten Landschaft einen wundervoll-prächtigen Anstrich verleihen. Besonders im Frühjahr und im Herbst, wenn sich die Natur von ihrer farbenprächtigen Seite zeigt, bieten sich Ausflüge ins Hochmoor an.  

Auch seltene Vogelarten sind im Hohen Venn beheimatet. So hat hier zum Beispiel das stark gefährdete Birkhuhn einen Platz. Daneben brüten hier auch Rotmilane, Wiesenpieper und zahlreiche andere beeindruckende Vogelarten. Auch Hirsche, Wildkatzen und Dachse bekommt man mit etwas Glück zu Gesicht.  

Nah am Wasser gebaut 

Doch was geschieht mit dem ganzen Regenwasser, welches die Speicherkapazität von Boden und Moos übersteigt? Ganz einfach – es sammelt sich zu kleinen Rinnsalen und Bächen, die sich wie ein Netz durch das Hohe Venn ziehen und einen malerischen Anblick bieten! Einige der kleinen Gewässer schließen sich nach und nach zu tosenden Flüssen zusammen, welche sich anmutig durch die Täler der Region schlängeln. Im Laufe der Zeit sind in der Region fünf große Talsperren entstanden, welche die Flüsse aus dem Hohen Venn passieren. Heute liefern sie frisches Trinkwasser und wirken unterstützend bei der Stromerzeugung.

Wandern

Das Wandern und Erkunden des Hohen Venn ist verständlicherweise nur auf markierten Wegen erlaubt. Natur und Landschaft sollen weitestgehend frei von menschlichen Einflüssen bleiben. Im Hochmoor selbst lässt es sich größtenteils gemütlich schlendern; es gibt keine großen Steigungen oder Schikanen, die nicht für ungeübte Wanderer geeignet wären. Das Überqueren der ausgebauten Wege und Holzstege ist auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl kein Problem. In dem umliegenden Wäldern kommen dann aber auch jene auf ihre Kosten, die es gerne ein bisschen abenteuerlicher haben wollen. Tief eingeschnittene Täler mit teils steilem Terrain warten auf ihre Erkundung. Je weiter Sie sich von den Besucherzentren entfernen, desto unwegsamer wird in der  Regel auch das Gelände.

Das Naturschutzgebiet ist zudem in Zonen unterteilt: In den so genannten B-Zonen dürfen Sie sich frei auf den offiziellen Wegen bewegen. In den C-Zonen ist das Betreten nur mit einem zertifizierten Wander- oder Naturführer erlaubt, während das Betreten der D-Zonen strengstens untersagt ist. Halten Sie sich deshalb unterwegs immer an die entsprechende Beschilderung, um einerseits Schäden und andererseits Ärgernisse zu vermeiden. Hunde sind im Hohen Venn übrigens nur sehr eingeschränkt und auf kleinen Touren erlaubt – Für Hundebesitzer lohnt sich also ein Besuch nur bedingt.  Wenn Sie die eindrucksvolle Natur der C-Zonen kennenlernen wollen, sollten Sie im Naturparkzentrum Botrange vorbeischauen. Botrange ist der perfekte Ausgangsort für verschiedene Wanderungen im Hohen Venn. In Begleitung erfahrener Ranger erfahren Sie auf diese Weise noch Einiges mehr rund um die beeindruckende Hochmoorlandschaft.

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